Besuch der Botschaft von Botswana

geschrieben 2020-12-20
von Jana Pfänder

Ein weiteres Highlight stellt unser Besuch der Botsuanischen Botschaft dar. Gespannt auf das Treffen stellen sich die ersten Fragen: Werden wir als „kleines Studierendenprojekt“ willkommen sein? Und wird es Möglichkeiten geben, um offene Fragen zu stellen?

Bereits im Auswärtigen Amt wurde uns die Botsuanischen Botschaft als offen und herzlich angekündigt und wir werden nicht enttäuscht. Bei unserer Ankunft erwartet uns der  Konferenzraum mit Blick über Berlin, ein üppig gedecktes Kuchenbuffet, eine Menge Informationsmaterialien und ganz persönlich die Botschafterin Masire-Mwamba.
Von ihr lernen wir mehr über das botsuanische Selbstverständnis. Werte wie Respekt, Einheit und Transparenz prägen die Führung Botsuanas genauso wie das alltägliche Leben. Die Verwirklichung von verantwortungsvoller Regierungsführung, nachhaltiger Entwicklung und nationalem Wohlstand sind wichtige Handlungsmuster für die Regierung auf nationaler sowie internationaler Ebene.

Um diese Ziele zu erreichen und nationale Probleme wie HIV oder Naturkatastrophen zu begegnen, ersuche Botsuana, wann immer möglich, internationale Hilfe und Unterstützung. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Masire-Mwamba des öfteren von Botsuana als Entwicklungsland spricht. Auch wenn Botsuana eine rasante wirtschaftliche Entwicklung erreicht hat und heute von der Weltbank als middle-income country eingestuft wird, unterstreicht sie häufig die Hilfsbedürftigkeit des Landes.

Ein großes Risiko für die weitere Entwicklung Botsuanas stelle der Klimawandel dar. Auch wenn Botsuana keiner der hauptverursachenden Staaten dieser Krise sei, so leide das Land dennoch enorm unter ihren Folgen. Aus diesem Grund setze man sich vehement für eine internationale Zusammenarbeit zur Abmilderung der Folgen für betroffene Staaten ein. Während unseres Gesprächs wird deutlich, dass der Klimawandel ein für uns im Fokus stehendes Thema bei der Konferenz sein wird. 


Doch wie  kann ein relativ kleines und wenig mächtiges Land dieses in seinem Interesse auf der internationalen Bühne einbringen? Unsere Delegation bekommt auch diesbezüglich Tipps aus erster Hand. Botsuana könne sich bei der Suche nach Mitstreitern auf regionale Verbündete, deren Wirtschaft eng mit der botsuanischen verwoben ist, stützen. Auch Staaten des ehemaligen Commonwealth oder Nationen mit ähnlichen Wert und Demokratievorstellungen wie zum Beispiel Deutschland oder Frankreich seien potentielle Partner und Verbündete. 

Es ist uns eine Ehre, dass wir zum Abschluss unseres Gesprächs feierlich die botsuanische Flagge von der Botschafterin überreicht bekommen haben und dieses faszinierende Land in wenigen Wochen vertreten werden.


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