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In diesem Blog schrieben die Delegierten der NMUN-Delegation über ihre Erfahrungen in der Vorbereitung für die Konferenz in New York 2016 und lassen Erlebtes Revue passieren.


„Go, Go, Go!“

geschrieben 2016-01-19
von Deirdre Burdy

Unser Wochenende in Berlin.

Inzwischen rückt die Konferenz und unsere Reise nach New York City spürbar näher  die Flüge sind gebucht, die inhaltlichen Vorbereitungen innerhalb der Komitees laufen auf Hochtouren und wir wachsen als Team immer weiter zusammen. Doch eins durfte natürlich auch bei uns nicht fehlen: die Vorbereitungsfahrt. Und wo geht das besser als in unserer Landeshauptstadt Berlin?!
Das Wochenende des 4. Advents sollte eine Mischung aus inhaltlichen Präsentationen der bisherigen Arbeit der Komitees, einem Workshop zu „Authentic Leadership“ und verschiedenen Socials werden.

Ein Tag in der Botschaft: Wenn frühes Aufstehen sich mehr als lohnt.

Der erste Erfolg war das pünktliche Eintreffen aller Delegationsmitglieder um 7.00 Uhr am Freitagmorgen. Angekommen in Berlin, stand sofort das erste Highlight auf dem Programm: der Besuch in der Botschaft des Südsudan. Angefeuert durch Head-Delegate Iven mit gewohntem „Go, go, go!“, kamen wir auch hier pünktlich zu unserem Termin. Botschafterin Sitona Abdalla Osman (externer Link) nahm sich nach einer kurzen Präsentation des Südsudans viel Zeit sich unseren Fragen rund um den Südsudan zu widmen. Wir waren alle begeistert eine bessere inhaltliche Vorbereitung zu den Positionen des jüngsten Landes hätte sich keiner von uns vorstellen können. Auch das anschließende, völlig überraschende von der Botschaft vorbereitete Abendessen mit Spezialitäten aus dem Südsudan und die Gespräche mit dem stellvertretenden Botschafter, sowie weiteren Mitarbeitern übertrafen unsere kühnsten Erwartungen bei Weitem.

Überwältigt, glücklich und voller Eindrücke wurden ein paar Cocktails geschlürft und sich über das gerade Erlebte ausgetauscht.

Authentic Leadership Workshop.

Der Samstag begann mit den Präsentationen der Komitees, denen sich der Workshop über „Authentic Leadership“ anschloss. Was sind meine Stärken, wo liegen Schwächen? Welcher Verhandlungstyp bin ich und wie kann ich diesen optimal bei NMUN einsetzen? Was macht meinen Komiteepartner aus und wie können wir uns am besten ergänzen? Es war nicht nur ein tieferes Vertrautwerden mit den anderen Delegationsmitgliedern, sondern auch sich selbst konnte man von einer neuen Seite kennenlernen. Auch dieser Teil unserer kleinen Reise hat uns allen Spaß gemacht und uns gezeigt, was für ein super Projekt NMUN ist.

Die Vorbereitungsfahrt war ein voller Erfolg – in inhaltlicher Sicht, aber auch in menschlicher. Es ist niemand früher abgereist, hatte Zahnpasta unter der Klinke und gäbe es einen Umarmungs-Award, mit unserer NMUN-Delegation wären wir ganz vorne mit dabei.


Entgegenkommend, konkurrierend, vermeidend und co. – Welcher Verhandlungstyp bin ich eigentlich?

geschrieben 2016-01-19
von Deirdre Burdy

In Vorbereitung auf die Konferenz gibt es die verschiedensten Bereiche, mit denen wir uns beschäftigen. Neben unserer Planung an der Vorbereitungsfahrt nach Berlin am 4. Advent und der Arbeit in den Teams, ist auch die inhaltliche Präparation sehr wichtig. Hierfür bekamen wir in den letzten zwei Sitzungen Unterstützung von der Delegationskoordinatorin des Vereins. Neben wichtigen Regeln zum Debattieren und zum Verfassen so genannter „Papers“ während der Konferenz in New York, standen letzte Woche vor allem verschiedene Verhandlungstypen im Mittelpunkt: Welcher Typ sind wir? In welcher Phase einer Verhandlung ist dieser besonders sinnvoll einzusetzen und wie können wir innerhalb des Komitees am besten zusammen agieren? Wir freuen uns auf die nächsten kommenden drei Monate Vorbereitungsendspurt, um uns weiter auf NMUN fit zu machen und diese und andere Fragen für uns zu beantworten.


Workshop II Negotiation Skills – Wie Esel Partner werden

geschrieben 2015-11-14
von Yannic Blaschke (NMUN-Delegation 2016)

Am 10. November durften wir unter fachkundiger Anleitung das zweite Mal an unseren Negotiation-Skills arbeiten. Waren beim letzten Mal die Einflüsse von Emotionen auf Verhandlungen und die richtige Verhaltensweise in einer Diskussion die Themen gewesen, ging es in diesem Workshop um das Thema Interessen und Positionen. Dass es manchmal besser ist, sich über die Interessen hinter den verschiedenen Positionen auszutauschen und nicht nur die Forderungen an sich zu betrachten ist eine Lektion, die die meisten von uns wohl erst durch den von uns zu bearbeitenden Fall gelernt haben. In dem Szenario, in dem es an sich keine „Zone of possible Agreement“ gab, wurden nämlich viele vom Verhandlungspartner über den Tisch gezogen oder blieben stur und beendeten die Verhandlung ergebnislos. Nur wenige schafften es, die eigentliche Motivation des Diskussionspartners herauszufinden und auf dieser Basis eine für beide Seiten positive Lösung zu vereinbaren. Diese Herangehensweise werden wir uns für die Simulation im März definitiv zu Herzen nehmen und freuen uns auf die nächsten Workshops!


Neuigkeiten. Neuigkeiten. Neuigkeiten.

geschrieben 2015-11-09
von Julian Philippi (NMUN-Delegation 2016)

Zuerst die gute oder die schlechte Nachricht? Beginnen wir mit einer traurigen Neuigkeit. Leider hat sich unser Teammitglied Edanur aus persönlichen Gründen dazu entschieden von der Teilnahme an der Reise nach New York zurückzutreten. Gerne wären wir alle gemeinsam zur NMUN-Konferenz gefahren, haben aber vollstes Verständnis für Edanurs Entscheidung. Wir freuen uns in Deirdre Burdy eine weitere NMUN-Begeisterte gefunden zu haben, die mit uns die Reise antreten wird.

Damit sieht die Verteilung in den Unterteams nun wie folgt aus: Coordination verbleibt unter der Ägide von Julia und Iven, für Logistics sind Sarah Louise und Selen zuständig, das Fundraising entfällt auf Sarah, Tom und Niklas. Die Dame und der Herr der Zahlen sind Maren und Nils aus dem Accountancy-Team, während die PR-Arbeit auf Deirdre, Yannik und Julian aufgeteilt ist.

Neu ist außerdem der Staat den die Münsteraner Delegation in New York vertreten wird. Dies gilt zum einen der Aktualität dieser Nachricht und zum anderen dem Alter „unseres“ Staates. Wir sind stolz auf der NMUN-Konferenz das jüngste Land der Welt, den Südsudan, vertreten zu dürfen! Ein Blick auf die Ländermatrix der offiziellen NMUN-Website ergab, dass der Südsudan bei NMUN in sechs verschiedenen Komitees vertreten sein wird: Im Ersten, Zweiten und Vierten Hauptausschuss der Generalversammlung der Vereinten Nationen (GA 1, GA 2, GA 4), dem Weltsiedlungsgipfel (Habitat III), dem Umweltprogamm (UNEP) sowie dem Aktionsprogramm für Kleinwaffen und leichte Waffen (PoA SALW).

Mit diesen Informationen sahen wir Teammitglieder uns vor die Herausforderung gestellt, eine Wahl bezüglich unserer Komitee- und Partnerpräferenzen zu treffen. Gleichzeitig kam Coordination die Aufgabe zu diese Präferenzen in die Realität umzusetzen und dabei alle glücklich zu stimmen. Sicherlich nicht der leichteste Job! Die beiden bewiesen allerdings ein gutes Händchen bei der Zuteilung und kamen zur folgenden Zusammenstellung: Sarah Louise und Iven (GA 1), Deirdre und Niklas (GA 2), Maren und Julian (GA 4), Sarah und Nils (Habitat III), Julia und Yannic (UNEP) sowie Selen und Tom (PoA SALW). Damit sind wir in jedem Komitee mit einem 2er-Team vertreten, was uns spätestens während der hitzigen Debatten in New York zugutekommen wird.

Neben all diesen, vor allem organisatorischen, Details hat bei uns eine Neuigkeit besondere Freude ausgelöst: Es wird uns die Ehre zuteil am 18. Dezember zu einer Audienz bei der Botschafterin des Südsudan in Deutschland, Ihrer Exzellenz Frau Sitona Abdalla Osman, nach Berlin eingeladen zu sein. Diese Nachricht motiviert uns unsere inhaltliche Arbeit voranzutreiben, um die lehrreichste Erfahrung aus dieser großartigen Gelegenheit ziehen zu können.


BATNA, Name the Game und unser innerer Balkon

geschrieben 2015-11-09
von Yannic Blaschke (NMUN-Delegation 2016)

Am 27.10 hatten wir unseren ersten Workshop in Negotiation Skills. Zwei Stunden lang bekamen wir durch unsere Freunde vom Münster MUN e. V. einen ersten Einblick ins strategische Diskutieren: Wie reagiere ich beispielsweise, wenn mich mein Gesprächspartner anschreit oder unentwegt beschuldigt? Durch Partnerübungen tasteten wir uns langsam daran heran in einer hitzigen Konfrontation Ruhe zu bewahren, Rechtfertigungen zu vermeiden und keine vorschnellen Zugeständnisse zu machen, kurzum, uns auf unseren inneren Balkon zurückzuziehen. Außerdem bekamen wir sehr praktische Tipps, mit welchen Worten und Gesten sich ein emotional aufgeladener Konflikt auf eine sachliche Ebene zurückführen oder sogar für die eigenen Zwecke nutzen lässt. Letztendlich gilt es aber auch immer im Falle des Falles eine Best Alternative to a Negotiated Agreement im Ärmel zu haben. Wir haben jedenfalls eine Menge gelernt und freuen uns auf den nächsten Workshop.

Negotiation Workshop 1

Anschließend ging es für uns mit organisatorischen Angelegenheiten weiter. Das Spannendste war sicherlich die Aufteilung der Committees: Durch viel Herumbasteln von Coordination ist es tatsächlich geglückt, dass niemand in einem Committee sitzen wird das er nicht auf seiner Wunschliste hatte – und darüber hinaus sogar, dass alle Teams aus zwei Geschlechtern und jeweils einem MUN-Erfahrenen und einem MUN-Anfänger bestehen werden! Ab nächster Woche beginnen wir dann damit, uns gegenseitig die politischen Positionen des von uns vertretenen Landes in den einzelnen Committees vorzustellen.


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