New York, New York (2014)

geschrieben 2014-05-19
von Jana Falk (NMUN-Delegation 2014)

NMUN Delegation vor UN

Das Semester läuft seit einigen Wochen wieder und genau so lang sind wir schon wieder aus New York zurück. NMUN 2014 – das war ein Erlebnis für uns alle und daher möchten wir euch gerne ein bisschen über unsere Erfahrungen berichten.

Unser Trip begann mit Sorgen am Frankfurter Flughafen. Wir hatten natürlich genau den Tag erwischt, an dem Streik angesetzt war. Trotzdem ging alles glatt und wir kamen pünktlich in New York an. Dort wartete schon unser Empfangskomitee, bestehend aus Ella, Eduard und Nina, denn die drei hatten vorher schon New York entdeckt.
Die ersten zwei Tage vor der Konferenz verbrachten wir mit Sightseeing und letzten Vorbereitungen. Die Rules of Procedure mussten nochmal geübt werden und letzte Recherchen zu den Themen der einzelnen Komitees standen an.

NMUN mit Mazedonien Flagge

Nach der „Opening Ceremony“ am Sonntag, tagten die Komitees zum ersten mal. An diesem Abend waren alle von den ersten Eindrücken erschlagen, aber glücklich, denn die meisten hatten ihre Wunschagenda bekommen.
Die nächsten drei Tage waren vor allem verbunden mit wenig Schlaf, viel Kaffee und haufenweise Arbeit. In den Komittees wurde diskutiert und fleißig an Resolutionen geschrieben. Am Ende der Konferenz waren wir Sponsor auf 11 Resolutionen, hatten einige Reden gehalten und geschafft, dass alle Delegierten wussten, was „FYROM“ bedeutet – nämlich The Former Yugoslav Republic of Macedonia!

Besonders stolz waren wir, als wir bei der Abschlusszeremonie einen Award als „Honorable Mention Delegation“ in der Hand hielten. Unser Erfolg wurde am selben Abend beim Delegates Dance ordentlich gefeiert.
Nach der Konferenz war dann wieder „Powersightseeing“ oder wahlweise „Powershopping“ angesagt. Die Delegation machte das Rockefeller Center, den Central Park, die Brooklyn Bridge und Coney Island unsicher.

Sonntags ging dann unser Flieger zurück nach Deutschland und der Unialltag fing wieder an. Trotzdem bleibt unsere Zeit in New York ein unvergessliches Erlebnis!

Jetzt geht die Bewerbungsphase für die neue Delegation los. Also, wenn auch ihr ein unvergessliches Erlebnis haben wollt, bewerbt euch für NMUN 2015! Oder schaut euch unser kleines Video an.

Eure NMUN-Delegation


Der Countdown läuft

geschrieben 2014-03-03
von Christina Müller

Bild: NMUN ProbesimulationEnde diesen Monats ist es soweit: Nach fast zehnmonatiger Vorbereitung wird sich die NMUN-Delegation 2014 der WWU Münster in den Flieger gen Westen setzen und bei der Model United Nations Conference A in New York die Ehemalige Jugoslawische Republik von Mazedonien vertreten.
Bereits letzte Woche sind unsere Position Papers für die jeweiligen Ausschüsse – GA 1, GA 2, GA 3, GA 4, UNEP, UNHCR und OPCW – dank der intensiven inhaltlichen Vorbereitung der letzten Monate fristgerecht abgeschickt worden. Mehrere Workshops liegen hinter uns, in denen wir uns mit den UN als internationale Organisation, ihrer Rolle in den internationalen Beziehungen und der Person des Diplomaten auseinandergesetzt haben. Einige von uns haben zudem an selbst organisierten Probesimulationen teilgenommen, in denen sie den „Ernstfall“ einmal proben und wichtige Fragen an Ablauf und Regeln stellen konnten. Weiterhin sind die Hotelübernachtungen gebucht, (hoffentlich) alle ESTA-Formulare ausgefüllt und die letzten Überweisungen getätigt.
Wirklich fertig sind wir jedoch noch lange nicht: Jetzt gilt es, sich mit den jeweiligen Positionen anderer UN-Mitgliedsstaaten vertraut zu machen, Strategien auszuarbeiten und die verbleibenden Tage für den letzten Schliff am eigenen Diplomatic English zu nutzen und noch einmal einen Blick auf die Rules of Procedure zu werfen.
Dann heißt es Koffer packen, Formal Clothing inklusive, Stadtführer und unsere mazedonische Flagge sowie die selbst designten Visitenkarten nicht vergessen und ab zum Terminal! Während der Konferenz werden wir euch regelmäßig auf unserer Facebook-Seite berichten und dank ständig gezückter Foto- und Videokameras auch für ausreichendes Bildmaterial sorgen. In diesem Sinne nun eine vorläufige Verabschiedung unsererseits und ein lautes „New York, New York!“.


Workshop Nr. 2: Was die Rules of Procedure mit außerirdischen Lebensformen zu tun haben und wie wir ihnen diplomatisch entgegentreten können?

geschrieben 2013-11-27
von Jana Falk (NMUN-Delegation 2014)

2013-11-23_11.25.27-215x300In kleiner, aber gemütlicher Runde fand am 23.11.2013 der 2. Workshop zu den Themen „Rules of Procedure“ und „Diplomatie in den Internationalen Beziehungen“ statt.

Im ersten Teil befassten wir uns mit den Rules of Procedure, den Ablaufregeln einer jeden MUN-Konferenz. Besonders für die Neulinge unter uns war es spannend herauszufinden, was zum Beispiel eine „Motion“ oder ein „Point“ ist. Aber es blieb nicht bloß bei der Theorie, sondern das ganze sollte auch in der Praxis erprobt werden: Wir führten eine Debatte zu der fiktiven Frage, ob wir als UN-Versammlung Regeln für den Erstkontakt mit außerirdischen Lebensformen einführen sollten. Immer wieder konnte die Debatte gestoppt werden, um Fragen zu stellen – so konnten wir Theorie und Praxis gut verbinden und schnell dazulernen. Nachdem wir uns mit den Voting-Procedures auseinandergesetzt hatten, konnten wir dann sogar eine passende Resolution verabschieden. Bis zum Mittagessen waren uns also nicht nur die Rules of Procedure bekannt sondern auch die Frage geklärt, ob es wichtig ist, „First Contact Procedures for Encounters with Extraterrestrial Lifeforms“ zu entwickeln.

2013-11-23_11.24.32-300x225Danach ging es weiter mit dem Thema Diplomatie in den Internationalen Beziehungen. In einem ersten Brainstorming wurden Ideen und Schlagwörter zu den Oberkategorien „Akteure in den Internationale Beziehungen“ und „Anarchie“ gesammelt.Gemeinsam erarbeiteten wir dann die Geschichte der Diplomatie und beschäftigten uns mit unterschiedlichen diplomatischen Formen. Am Ende waren alle erstaunt, wie viele verschiedene Möglichkeiten es doch gibt, internationalen, diplomatischen Austausch zu gestallten.

In einer gemeinsamen Feedback-Runde stellten wir uns auch nochmal die Fragen in welcher Form Diplomatie in den Vereinten Nationen und auch in MUN-Konferenzen auftaucht. Die MUN-Erfahrenen stellten fest, dass man auf den Simulationskonferenzen auf jeden Fall diplomatisches Verhalten lernt und seine Softskills trainieren kann. Mit diesem Abschlussstatement machten sie allen Neuen noch mehr Lust auf ihre erste MUN-Teilnahme und natürlich auch auf die nächsten Workshops.


Die Vereinten Nationen vor & zurück: Workshop Nr. 1

geschrieben 2013-11-03
von Katharina Glenz (NMUN-Delegation 2014)

NMUN-Delegation 2014: Eindrücke vom Workshop 2Am 26. Oktober 2013 fand der für uns – die NMUN Delegation 2014 aus Münster – erste Workshop überhaupt zur Vorbereitung unserer Teilnahme an der Konferenz in New York statt. Organisiert und moderiert wurde er vom Münster MUN e. V., einem Verein, der uns sowohl bei der inhaltlichen Vorbereitung als auch bei der Planung unserer Reise im März 2014 unterstützt. Nach einer kurzen Einführungsrunde zum Kennenlernen – zusammen mit weiteren Delegierten aus Münster, die demnächst an den MUN’s in Oxford und Hamburg teilnehmen werden – wurde auch sogleich thematisch eingestiegen: Stichwort „Ziele und Prinzipien der UN“. Hierbei sorgten die Schlagworte aus der UN-Charta, wie beispielsweise „Weltfrieden“, „internationale Sicherheit und Zusammenarbeit“ und „freundschaftliche Beziehungen“, schon in den ersten Minuten der Gruppenarbeit für anregenden Diskussionsstoff.

NMUN-Delegation 2014: Eindrücke vom Workshop 3Nach einem recht musikalischen Energizer zur Halbzeit startete der zweite Teil des Workshops mit einem etwas tieferen Einblick in das Kompetenzgefüge der UN-Institutionen: Angefangen von der großen und nur einmal jährlich stattfindenden Plenarversammlung mit allen UN-Mitgliedsstaaten, der General Assembly (GA), beleuchteten wir – wieder in Gruppen – die Aufgaben des UN-Sicherheitsrats sowie des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) und des UN-Generalsekretärs. Spannend zu analysieren waren dabei das Zusammenwirken der einzelnen Institutionen, die Mitgliederstrukturen und auch strittige Aspekte: Letzteres vor allem beim Vetorecht der fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat, der als Macht- und Entscheidungszentrum der UN eine herausragende Rolle einnimmt.

In der Feedbackrunde am Ende des Workshops wurden vor allem die angenehme Gruppengröße (ca. 15 Teilnehmer) und die Atmosphäre während der Gruppenarbeit gelobt – nur ein bisschen Kaffee wäre schön gewesen!

 


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