Die NMUN Delegation bei URUMUN

geschrieben 2017-01-30
von Marabel Riesmeier (NMUN-Delegation 2017)

Als kleine Vorbereitung auf unsere große Reise haben 5 unserer Delegierten sich Ende November auf den Weg ins niederländische Utrecht gemacht, um dort vorab schon einmal MUN Luft zu schnuppern und ihre im Rahmen der wöchentlichen Workshops erworbenen Fähigkeiten auszutesten. Gemeinsam mit einem Teil des MUIMUN Organisationsteams (in Münster organisierte MUN im April) waren uns verschiedene Länder zugeteilt worden, auf die wir uns entsprechend vorbereiteten.

 

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Da die URUMUN noch eine recht junge und kleine Konferenz ist, wurden die Delegierten in lediglich 3 Komitees unterteilt, das UNHRC, DISAC und das Security Council. Bei nur knapp über 100 Teilnehmern machte unsere große Delegation aus Münster fast ¼ aller Delegierten aus, sodass sich schnell eine familiäre Atmosphäre einstellte. Auch die MUIMUN Leute integrierten uns von Anfang an super und nahmen uns in ihre Gruppe auf (Danke dafür <3, wir hatten viel Spaß mit euch).

Die Konferenz begann am Donnerstagabend mit einer Eröffnungszeremonie in einer beeindruckenden Kulisse im Wahrzeichen Utrechts, dem Dom. Nachdem wir danach im wohl teuersten schlechten Hostel ganz Utrechts eingecheckt hatten (Es gab keine Steckdosen, die Fenster ließen sich nicht schließen und mit dem Warmwasser war das auch immer ein ganz schönes Glücksspiel…) machten wir uns auf dem Weg zum ersten Social – einem Barabend, an dem wir schon erste neue Bekanntschaften machen konnten. Bei den meisten kleineren MUNs spielt die soziale Komponente eine sehr viel größere Rolle als etwa bei der NMUN in New York, so wurden die folgenden drei Tage ein Marathon aus hitzigen Debatten und anfertigen von ausgeklügelten Resolutionen gepaart mit einer Reihe von abendlichen Veranstaltungen, wie etwa besagtem Barabend, einem Pubquiz oder dem abschließenden Highlight, der Diplomatic Gala in Abendgarderobe. Jedem, der sich das mal kurz vorstellt, sollte klar sein, dass Schlaf hier eine eher zu vernachlässigende Rolle gespielt hat.

Diesem Wochenende in einem kurzen Blogeintrag detailliert gerecht zu werden würde hier in jedem Falle den Rahmen sprengen, so rekapitulieren wir einfach nochmal die Highlights unserer Reise nach Utrecht:

1. Der Dom. Ja, nicht nur bei der Eröffnungszeremonie und von außen hat er uns gefallen, der gute Dom, sondern vor allem, als wir ihn am Samstagnachmittag dann mit einer großen Gruppe erklimmen und einen atemberaubenden Ausblick über Utrecht genießen konnten. Kleiner Tipp an die Damen unter uns: Zieht bloß keine hohen Schuhe an, Mara hat das sehr bereut..(..immerhin ist dieser Turm stolze 112 Meter hoch!) Und sowieso, bleibt lieber unten, wenn ihr Platzangst habt!

2. Die Ausstattung in der Universität – ein frisch restaurierter Altbau, der viele Arbeitsplätze bietet und an jedem Platz eine eigene Steckdose hat – ein wahrer Traum für Studenten.

3. Das Security Council. Ja, was war denn da eigentlich los? Während UNHRC und DISAC artig der ihnen zugedachten Rolle gerecht wurden und fleißig gen Weltfrieden arbeiteten, kündigte sich im Security Council spätestens an Tag 2 die völlige Eskalation an. Durch ein so genanntes „Crisis Element“ konnten die Delegierten selbst Nachrichten ihres Landes veröffentlichen und somit das Geschehen steuerten. Dies führte ob völlig übermüdeter oder einfach durchgeknallter Delegierter letzten Endes zur Wahl eines bekannten Rappers (Kanye W.) zum US Präsidenten, der versehentlichen Zündung einer russischen Atombombe – über Russland – und diversen weiteren diplomatischen und menschlichen Problemen, die eine fiktive Realität erzeugten, in der keiner von uns mehr würde leben wollen. An dieser Stelle natürlich lediglich als Highlight erwähnt, da ein großartiges negativ Beispiel für diplomatisches Handeln und somit mehr als geeignet, um eine Menge zu lernen.

4. Die holländischen Pommes – keine weiteren Erläuterungen nötig, wir waren süchtig ab Tag 1.

5. 5 von 8 vergebenen Awards gingen nach Münster, unter anderem an unseren lieben Stefan für sein Position Paper und unseren Sonnenschein Mandy für ihre außerordentliche Arbeit als Delegierte von Ecuador.

6. Das Frühstück in unserem Hostel, mag es dort noch so komisch gerochen haben, das Frühstück war selbstgemacht und super (Pfannkuchen, Omelette etc.) – okay- Cola Zero zum Frühstück mag merkwürdig erscheinen, aber das Coffein hat uns definitiv geholfen. Generell ist so ein trashiger Hostelaufenthalt in der Retroperspektive ja irgendwie immer eine lustige Sache.

7. Team bonding – obwohl von den NMUN Leuten nur 5 Delegierte dabei waren, haben wir einander definitiv ein bisschen besser kennengelernt und sind als Team mehr zusammengewachsen.

8. Wir sind jetzt bereit, für die große Bühne in New York! Letzte Unsicherheiten sind verflogen, der MUN Spirit hat uns gepackt und wir können es kaum erwarten, uns wieder in unsere schicke Konferenzkleidung zu werfen, um uns mit den diplomatischen Problemen dieser Welt zu befassen und hoffentlich bessere Lösungen zu finden, als das Security Council bei der URUMUN.

Dem bleibt nicht mehr viel hinzuzufügen, die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir werden Tag für Tag ein wenig aufgeregter.

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Bis dahin alles Gute, verfolgt weiterhin unsere Reise,

liebe Grüße von der gesamten Delegation,

eure Laura


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