Aller Anfang ist schwer – Teamtreffen am 18.11.

geschrieben 2014-11-29
von Franziska Hasselbach (NMUN-Delegation 2015)

Nach gut einem Monat Zusammenarbeit hatten wir genug Zeit, uns untereinander ein bisschen besser kennen zu lernen und unsere Arbeitsaufteilung zu strukturieren. Deshalb nutzte Linus als einer unserer Koordinatoren die Chance, uns einmal über unsere bisherige Zusammenarbeit reflektieren zu lassen.

Aber immer der Reihe nach! Schließlich sind wir gut strukturiert und halten uns jede Woche an unsere TOP-Themen (gemeinhin auch Tagesordnungspunkte), die inklusive eines kleinen Updates aus jedem Team (PR, Accountancy, Logistic, Fundraising und natürlich Coordination) bereits am Abend zuvor jeden von uns mit der Monday-Mail (MoMa) unserer Koordinatoren erreichen. Punkt 0 auf der Liste ist wie jeden Dienstagabend erst einmal die Verteilung zweier wichtiger Aufgaben: die Protokollpflicht für diesen Abend und die Kekspflicht für letzte Woche. Das Schicksal ereilt diese Woche Jonas bezüglich der Mitschrift und Christina was die Kekse betrifft. Weil ich die Woche zuvor Geburtstag hatte, war ich für die Kekse verantwortlich. Ein sehr künstlicher Himbeer-Käsekuchen aus dem Supermarkt und eine Tüte amerikanischer Schokocookies waren bereits zur Hälfte vernichtet, bevor unser Treffen überhaupt offiziell begonnen hat. Nur die Baisers schienen nicht ganz so gut anzukommen, des Zuckerschocks wohl eine Spur zu viel.

Nach dem Vorgeplänkel kam die Sprache zunächst auf unsere geplante Fahrt nach Bonn im Januar. Dort werden wir dann hoffentlich genug Zeit haben, um in die inhaltliche Feinarbeit zu gehen. Leider wird Hanno nicht dabei sein, da er zu dieser Zeit verreist und sich die marokkanische Fluggesellschaft leider eher unflexibel zeigte. Hinzu kam inhaltliches Kopfzerbrechen: In der kommenden Woche sollte jedes Delegationsmitglied seine Wünsche bezüglich seiner Komitee- und Partnerwahl an unser Coordination-Team weiterleiten. Seit gut einer Woche standen nun auch die Themen fest, die im März in den einzelnen Komitees besprochen werden. Also stürzten wir uns auf die Ländermatrix der offiziellen NMUN-Website, um noch einmal nachzulesen, in welchen Komitees der Libanon vertreten ist, welche dieser Themen also für uns relevant sein werden.

Doch nun zu unserem Reflexionsprogramm: Linus zeigte einmal wieder, dass er als Koordinator durchaus kreativ werden kann. Anhand des sogenannten Fünf-Finger-Modells gelang es uns als Team im Handumdrehen, unsere bisherige Zusammenarbeit Revue passieren zu lassen. So hat jeder Finger eine eigene Bedeutung:

  1. Daumen: Was hat mir gut gefallen?
  2. Zeigefinger: Darauf möchte ich aufmerksam machen!
  3. Mittelfinger: Was stinkt mir?
  4. Ringfinger: Wen möchte ich heiraten? NEIN Quatsch: Auf was freue ich mich?
  5. Kleiner Finger: Noch eine Kleinigkeit, die ich sagen will.

Nachdem jeder seine Meinung auf kleine gelbe Zettel geschrieben hatte, kamen viele bislang unangesprochene, aber auch breit diskutierte Themen auf den Tisch. Gut gefiel den meisten von uns unser bisheriges Engagement, wohingegen es im Punkt der Kommunikation und Pünktlichkeit manchmal etwas hapert. Einig waren wir uns aber alle, dass wir bereits auf die inhaltliche Arbeit freuen und diesbezüglich in den Startlöchern stehen. Am größten ist natürlich die Vorfreude auf New York und die Konferenz selbst! Außerdem kam das Problem Fundraising erneut zur Sprache. Da wir voraussichtlich mit einigen der bisherigen Förderern dieses Jahr nicht rechnen können, läuft uns langsam bezüglich der Geldquellen die Zeit davon. Daher wurden wir alle noch einmal dazu aufgerufen, mit vereinten Kräften unser Fundraising-Team zu unterstützen.

Phase 2 des Abends beinhaltete die Arbeit in Kleingruppen, bei der wir Konzepte zu aktuell anfallenden Problemen ausarbeiteten. So beschäftigte sich eine Gruppe mit dem bereits angesprochenem Sponsoren-Thema, eine andere mit dem Organisieren verschiedener Workshops und öffentlicher Auftritte, während sich meine Gruppe damit auseinander setzte, wie man das abstrakte Thema des Libanons strukturell erarbeiten könnte.

So sieht also ein längeres, aber organisatorisch produktives Treffen der NMUN-Delegation 2015 aus. Diese Woche erfahrt ihr dann mehr über unsere Probesimulationen, die selbstverständlich auch für Nicht-Mitglieder der NMUN-Delegation offen ist.


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