„Talk that talk“ bei der zweiten Probesimulation des Münster MUN e. V.

geschrieben 2014-11-13
von Katja Philipps

Probesimulation Münster MUN e. V. 11.11.2014Zum ersten Mal eine Rede vor dem versammelten Komitee zu halten, kostet jeden MUN-Ersti Überwindung und ein paar Nerven – und wenn es dann auch gleich ums Ganze geht und hochkomplexe Themen auf der Tagesordnung stehen, fällt es manch einem noch schwerer, über den eigenen Schatten zu springen und mitzureden. Deshalb war es gut, dass das Thema, über das die Teilnehmer der 2. offenen Probesimulation am 11. November 2014 debattierten, dem Datum entsprechend nicht ganz so ernst war. Anhand des Hot-Air-Balloon-Szenarios, bei dem die Delegierten darüber debattieren und abstimmen müssen, wer den zu vollen Heißluftballon verlassen muss, erschlossen sich ganz nebenbei die wesentlichen Prinzipien der MUN-Debatte und die ersten Points und Motions wurden erfolgreich angewendet. Und selbstverständlich hatten die Delegierten nicht nur rhetorische Perlen zu bieten, sondern auch zahlreiche kreative Vorschläge zur Lösung des Problems, vom Delegierten des Fürstbischofstums Paderborn, der die Tabelle der Fußballbundesliga als Maßstab für das Recht am Heißluftballon vorschlug, bis zum Römischen Imperium, das betonte, dass selbstverständlich Karthago zerstört werden müsse – und seinen eigenen Rauswurf mit dem Ausspruch „O tempora, o mores“ kommentierte.

Am nächsten Termin, dem 25.11., werden wir uns nicht nur detaillierter mit den Debattenregeln auseinandersetzen, sondern auch einen Blick auf das System der Vereinten Nationen und einige Grundprinzipien des Völkerrechts werfen – wiederum natürlich auf etwas andere Art.


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